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Neuer Kirchenvorstand startet Amtszeit
Eingestellt am: 18.01.2009

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Orgelbauverein


Was verbindet 60 Mitglieder und mehrere hundert Besucherinnen und Besucher, die Jahr für Jahr zu Konzerten und anderen Veranstaltungen in die Hennstedter Secunduskirche kommen? Ganz einfach: Sie helfen - manchmal bewußt, manchmal unbewußt - mit, daß die "Königin der Instrumente", die Kirchenorgel der Geestgemeinde, bei Laune und Stimme bleibt.

Seit dem 27.11.1996 gibt es den Orgelbauverein Hennstedt, eingetragen im Vereinsregister und mittlerweile vom zustandigen Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Der Vorstand und manches aktive Mitglied tragen dazu bei, daß seither Jahr für Jahr wertvolle Erhaltungsmaßnahmen möglich waren. Das kulturelle Angebot in Hennstedt profitiert ebenfalls davon: Seit der Gründung hat der Orgelbauverein - meistens zusammen mit der ev. Kirchengemeinde - zu Konzerten, Lesungen und anderen Ereignissen eingeladen. Meistens mit guter Resonanz!

Warum dieser Aufwand? Nun, die Orgel in der Hennstedter Kirche gehört zu den wertvollsten und ältesten Instrumenten an der Westküste - ein kirchenmusikalisches und -historisches Prunkstück, das allerdings der behutsamen Pflege bedarf, wenn es nicht eines Tages verkommen soll. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von dem Lundener Orgelbauer Tobias Brunner gefertigt, besteht das Gehäuse mit dem aufwendigen Schnitzwerk noch aus guter Eiche. Spätere Gehäuseteile sind aus Kiefer erstellt worden.

Als vor einigen Jahren der beträchtliche Erhaltungsaufwand bekannt wurde, gründete sich der Orgelbauverein Hennstedt e.V. - knapp 60 Männer und Frauen aus der Kirchengemeinde, die "nicht nur die Kirche mitten im Dorf lassen wollen", sondern auch dafür eintreten, daß die alte, voller Vielfalt klingende Orgel möglichst lange erhalten bleibt. Für den Weg der kleinen (B au-) Schritte sind Spenden und Mitgliedsbeiträge zusammengetragen worden. Bislang mehr als 40.000 Mark, eine Summe, die ohne eine einzige Mark Verwaltungs- und Vereinsaufwand vollständig in die Restaurierung und Verbesserung des Instrumentes gesteckt werden konnte.

Der erfahrene Orgelbaumeister Rudolf Neuthor aus Kiel hat zunächst die Gehäuserückwand, die Seiten und das Dach neu verkleidet. Die Orgel soll so vor Staub und Klimaschwankungen besser geschützt werden.

                       

Filigranarbeit war dann bei der Restaurierung der Prospektfront - der Teil, den die Kirchenbesucher beim Blick nach oben auf die Empore sehen - vonnöten. Der Zahn der Zeit hatte an dem kunstvollen Holzschnitzereien kräftig genagt. Das Holz war teils gerissen, teils herausgefallen. Kirchenmusikerin Kristina Gröning, die das alte Instrument seit mehr als einem Vierteljahrhundert spielt, hatte die Holzfragmente sorgfältig verwahrt. Was nicht mehr vorhanden war, wurde kunstvoll nachgeschnitzt, eingefügt und im alten Farbton gemalt.

Später hat Meister Neuthor eine Holzwurmbehandlung in Angriff genommen. Dazu mußte u.a. das gesamte Pfeifenwerk des Pedals ausgebaut, später dann alles wieder intoniert und gestimmt werden.

Bald darauf sollte das Instrument wieder klingen - bei Gottesdiensten, zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Aber auch bei den Konzerten, die Gemeinde, Kirchenmusikerin und Orgelbauverein kontinuierlich fortsetzen wollen. Jederzeit gilt: Herzlich willkommen!

Kai H. Tange        
1. Vorsitzender        

PS. Wenn Sie mehr über den Orgelbauverein Hennstedt e.V. wissen oder zu den Konzerten eingeladen werden möchten - ein Anruf unter Tel. 04836/ 8585 oder eine eMail an tange@schulte-tange.de genügen.

 

 


Es folgen einige Bilder: